Unsere pädagogischen Grundsätze

Jedes einzelne Kind in der Kindertagesstätte wird individuell gesehen und gemäß seiner persönlichen Entwicklung begleitet. Das Team schafft anregende und vorbereitete Umgebungen, in denen das Kind ideale Möglichkeiten findet, um sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Durch unterschiedliche Spiel- und Lernformen lernt das Kind selbstständig die Welt zu erforschen, schließt Freundschaften und fasst Vertrauen zu seinen Bezugspersonen.

Das Kind bringt in allen Bildungsprozessen seine motivationalen, kognitiven, physischen und sozialen Kompetenzen ein und entwickelt dies in Auseinandersetzungen mit seinen Erfahrungen und in Kontext sozialer Handlungen weiter. Mit der Beschreibung dieser Basiskompetenzen wird das Prinzip des ganzheitlichen Lebens konkret. Der Kompetenzorientierte Blick auf das Kind, der dem Bayrischen Bildungs- und Erziehungsplan zu Grunde liegt, ermöglicht dabei einen positiven, wertschätzenden Umgang mit Unterschiedlichkeit und Individualität.          Bayrischer Bildungs- und Erziehungsplan

Ein wichtiges Instrument ist die Partizipation. Partizipation in der Kindertagesstätte heißt, dass eine Teilhabe der Kinder an verschiedenen Entscheidungen im Alltag stattfindet. Ein wichtiges Erziehungsziel dabei ist, dass die Kinder lernen, ihre eigenen Ideen, Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern. Durch aufmerksames Beobachten werden die Impulse der Kinder erkannt und bei der Gestaltung des Gruppenalltages berücksichtigt.

Montessoripädagogik in unserer Einrichtung

Was ist Montessori? Montessori ist ein pädagogisches Konzept, benannt nach seiner Begründerin Maria Montessori.

  • Es ist eine andere Art des Lernens- ein Lernen durch Erfahren mit allen Sinnen. Jedes Kind wird als Individuum so angenommen, wie es ist- in seiner Einzigartigkeit, mit allen Stärken und Schwächen.
  • Es gilt das Kind nach seinen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten, seinem eigenen Lerntempo und seinem individuellen Entwicklungsstand zu fördern und zu unterstützen.
  • Das Kind darf die Welt selbst erforschen und seine Entdeckungsfreude, Neugierde und Experimentierlust frei entfalten.
  • Der Erwachsene ist ihm dabei ein Begleiter, der ihm so viel Hilfe und Unterstützung gibt wie nötig.
  • Ganz nach dem Leitsatz Maria Montessoris: "Hilf mir es selbst zu tun!"

Wie setzen wir die Montessoripädagogik in unserer Einrichtung um?

  • Ein Großteil der Mitarbeiter besitzt das Montessoridiplom. Hier handelt es sich um eine Ausbildung mit abschließender Prüfung.
  • In den Gruppen befinden sich eine Vielzahl an Montessorimaterialien, entsprechend der fünf Bereiche der Montessoripädagogik.
  • Neben dem freien Spiel ist die Freiarbeit, also die Arbeit am Material nach Maria Montessori, ein Bereich unserer pädagogischen Arbeit.

Auf unsere Vorschularbeit legen wir sehr viel wert, damit das Kind einen guten Start in die Schulzeit hat und um den Übergang so angenehm wie möglich zu gestalten.

  • Ein bis zweimal pro Woche Vorschularbeit in einer Kleingruppe
  • Einmal täglich für 10 bis 15 Minuten Würzburger Sprachprogramm
  • Teilnahme an Schulveranstaltungen (Sportfest, Schnupperbesuch, Theater, Schnupperunterricht)
  • Vorschulveranstaltung am Ende des Kindergartenjahres
  • Ausflüge
  • Übernahme besonderer Aufgaben
  • Vorschulmaterial nach Maria Montessori
  • Zusammenarbeit mit der Grundschule Naila, der ev. Schule Naila und der Montessorischule Berg

Der Vorgang der Eingewöhnung kann oft ein sehr emotionales Thema sowohl beim Kind als auch bei den Eltern sein. Für manche Kinder ist es die erste Trennung vom Elternhaus. Um einen positiven Start in die Kindergartenzeit zu haben und eine gute Bindung zu den Fachkräften aufzubauen, ist eine gelungene Eingewöhnung sehr wichtig. Es ist von Vorteil, wenn sich der Eingewöhnungsprozess nach dem Tempo des Kindes richten kann. Daher wird den Eltern geraten, entsprechend zeit einzuplanen. Die Eltern sollen sich in der Gruppe mit aufhalten und fungieren als Bezugsperson für das Kind, sozusagen als Anker. Sie nehmen eine beobachtende Position ein und geben somit der Fachkraft die Möglichkeit eine Beziehung zum Kind aufzubauen. Da die neue Situation und die vielen neuen Eindrücke anstrengend und ermüdend für das Kind sind, sollte die tägliche Besuchszeit langsam gesteigert werden. Begonnen wird mit 1,5 Stunden und steigert sich individuell nach Absprache zwischen Eltern und Fachkraft.

Der Übergang von der Kinderkrippe in den Kindergarten gestaltet sich etwas anders, da das Kind schon über Erfahrung in der Einrichtung verfügt. Das Kind hat die Möglichkeit vor dem Übergang in den Kindergarten regelmäßig mit einer ihm bekannten Fachkraft aus der Krippe im Kindergarten zu "schnuppern". Erfahrungsgemäß gelingt dem Kind der Übergang relativ problemlos. Dies alles geschieht in enger Absprache mit den Eltern. Auch hier wird eine dem Kind entsprechende Steigerung der Besuchszeiten empfohlen. Der Beginn umfasst ca. drei Stunden und wird dann langsam, dem Kind entsprechend, gesteigert.